Über die Autorin

Eines Tages, als ich auf Facebook wieder einmal die dummen, einseitigen und/oder faschistoiden Einträge mit den immer gleichen antikatholischen Ressentiments las zu den immer gleichen ethisch-moralischen Fragen, da seufzte ich innerlich mit den ungefähren Worten des Propheten: „Ihr macht meinen Gott müde. Müsst ihr auch mich müde machen?“ Kurze Zeit später wurde ich von einem streitbaren (aber nicht besonders gebildeten) Atheisten wüst angefahren: Auf seine gleichermaßen langweilige wie historisch widerlegte Leier angeblich auf das Konto der Kirche gehender Massenmorde erwiderte ich, Stalin sei doch Atheist gewesen. Seine argumentativ unschlagbare Antwort war „Halt die Schnauze!“. Und da dachte ich dann: Basta. Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schreiben. Oder so. Und das ist er nun, mein Blog über Kirche, Welt und katholisches Leben in einem traurig sinnentleerten Umfeld. Zur Erbauung und zum Abreagieren.

Ich bin katholisch und nett. Das würde als Beschreibung ausreichen. Aber da ich Rheinländerin bin, genügen fünf magere Worte natürlich nicht. Kleine Auswahl anderer Eigenschaften: redselig, literaturaffin, reiselustig, marianisch, empathisch, poetisch, meinungsstark, patriotisch, enthusiastisch, unerbittlich.

Mein Lebensmotto (neben vielen anderen) ist „Honi soit qui mal y pense“. „Et hätt noch immer jot jejange“ ist nicht meine Lebensphilosophie, aber der einzige und letzte Strohhalm, an den ich mich klammere in den zahllosen chaotisch-ausweglosen Situationen, in die ich mich regelmäßig hineinmanövriere.

Im Übrigen darf nicht unerwähnt bleiben, dass ich als Frau und Mensch mit Migrationshintergrund Angehöriger zweier schützenswerter Minderheiten bin.